Manuelle Objektive: Analoges sucht digitalen Anschluss

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Entdeckerfreuden

Am Anfang stand die Recherche nach Quellen, manuelle Objektive für die Sony A7  zu finden. Hierbei habe ich mich in den einschlägigen Foren von den Erfahrungen und Empfehlungen der User inspirieren lassen. Verlockende Objektiv-Legenden habe ich in der Bucht ersteigert oder auf Flohmärkten gekauft, passende Adapter bestellt und eigene Tests an meinen Kameras durchgeführt. Manche davon sind inzwischen zu Lieblingsobjektiven geworden. Fachliteratur wie der „Voigtländer-Report“ oder das „Rollei“-Buch aus der gleichen Reihe haben die Suchtsymptome offenbar noch verstärkt. Nachdem sich drei Alukoffer mit zahlreichen Gläsern angesammelt hatten, mussten einige manuelle Objektive zur Refinanzierung neuer Projekte wieder den Weg in die Bucht antreten. Das folgende best of  besonders charaktervoller Objektive durfte bleiben, die immer wieder den Weg ans Bajonett meiner Kameras gefunden haben:

 

Absolutes Highlight: Das Voigtländer Ultron

Das Zeiss gebrandete, Insidern besser als Voigtländer-Rechnung bekannte Ultron 1,8/50mm ist eines jener Objektiv-Legenden, deren Bildergebnisse einen außergewöhnlichen Look bieten. Kaum ein Glas, das derartige Freistelleigenschaften oder einen vergleichbaren 3D-Effekt bietet, wie das kleine Ultron von der Zeiss Ikon Icarex  aus Stuttgart. Dessen Charaktereigenschaften verleihen den Fotos eine einzigartige Bildanmutung. Der gängige M42-Anschluss sorgt für einen recht universellen Einsatz an diversen Kameras.

manuelle Objektive Legenden Analoges sucht digitalen Anschluss Zeiss Ultron

 

 

Das Carl Zeiss Jena Flektogon

Das Flektogon 2,8 20mm von Carl Zeiss Jena ist wahrscheinlich eines der besten Gläser meiner Sammlung. Ideal für Landschaft, Berge und dank des geringen Mindestabstands auch für Produktfotografie. Anschluss M42. Das schwere Glas passt hervorragend an das Metallgehäuse der Fuji x-pro.

Adaptionen ursprünglich fest eingebauter Rangefinder-Objektive

Das Canon-Rangefinder QL

Das 1,7/45mm von Canon stammt aus einer Zeit, als Canon die Leica Messsucherkameras als Vorbild hatte. Viele japanische Gläser hatte ich seit der AE-1 nicht in meiner Sammlung, aber dies sollte sich gründlich ändern. Wenn man es schafft, das fest eingebaute Objektiv mit Geduld und ruhiger Hand dem Gehäuse sorgsam zu entlocken, kann es mit ein paar Tricks an eine digitale Kamera gebracht werden. An dieser Stelle muss ich gestehen, dass ich erst bei der zweiten defekten Kamera erfolgreich war. Man sollte sich also von kleinen Rückschlägen nicht entmutigen lassen. Das Bildergebnis ist die Mühe allemal wert. Das Canon setze ich meist für Street ein.

manuelle Objektiv-Legende Canon Rangefinder QL 17

Canon_Kamera

 

 

Meine erste Yashica

Ein Objektiv mit ähnlichen Eigenschaften gab es auch von Yashica, das dem Canon in Sachen Lichtstärke und Schärfe in nichts nachsteht. Inspiriert von der Canonette habe ich in der Bucht weitere Sucherkameras gefunden, deren Objektive vielversprechend schienen. Neben einer Konica ein Yashica-Modell mit der Bezeichnung 35 electro GS mit einem fest eingebauten lichtstarken Yashinon 1,7/45mm habe ich defekt ersteigert. Das einwandfreie Glas per Abstandsmutter ans nex e-mount adaptiert, liefert ein außergewöhnlich scharfes Bildergebnis. Die Dimension des kompakten Objektivs mit der großen Frontlinse passt besonders harmonisch an das schlanke Gehäuse der A6000.

Sucherkamera

Im Zulauf sind ein 1:4 Weitwinkel- und ein Televorsatz für dieses Glas.