Voigtländers Objektiv-Legenden

Zeiss Icarex Kamera und manuelle Objektive
Zeiss Ikon Icarex Familie

Zuletzt gekauft: Die Zeiss Ikon Icarex

Heute hat der Postbote die lange beobachtete Kamera gebracht, die ich bei eBay in Bestzustand für kleines Geld ersteigern konnte. Die ab 1965 unter dem Logo des Zeiss-Ikon-Konzerns vertriebene Voigtländer „Icarex“ komplettiert die Sammlung meiner vermeintlich besten manuellen Objektive um ein paar besonders schöne Exemplare.

Zeiss Icarex mit der manuellen Objektiv-Legende Zeiss Skoparex 3,4 35mm von Voigtländer
Zeiss Ikon Icarex 35 TM

Die Kamera

weist ein paar interessante technische Besonderheiten auf:  Sie war zunächst mit dem proprietären BM-Bajonett, das spätere TM-Modell (1969-1971) dann mit dem verbreiteten M42- Schraubgewinde ausgestattet. Das brikett-förmige Gehäuse kommt wesentlich gefälliger daher als die klobigen Vorgänger Contaflex oder Bessamatic. Die Version 35S hatte bereits einen Belichtungsmesser integriert.

 

Manuelle Voigtländer-Objektive

zeichnen sich durch ihr eigenständiges, wiedererkennbares Freistellpotenzial aus. Die manuellen Objektive haben einen Schieber als Blendensimulator, während die Arbeitsblende stufenlos und ohne Rasterschritte eingestellt wird. Diese Objektive waren bereits für die Belichtungsmessung bei Offenblende des Nachfolgemodells 706 vorbereitet. Die Voigtländer-Objektive bekamen nach Übernahme durch Zeiss Ikon die Zeiss-Namen. Später unter dem Dach von Rollei war es dann umgekehrt. Das seltene Carl Zeiss Ultron 1,8/50 ist zu meinem manuellen „Immerdrauf“-Objektiv für die Vollformat-Sony geworden.

Die Icarex mit der Objektiv-Legende Zeiss Skoparex 3,4 35mm
Die Icarex mit der Objektiv-Legende Zeiss Skoparex 3,4 35mm

Das 35mm Skoparex bietet eine ähnliche 3-D-Wirkung wie das Ultron und das 135mm-Super Dynarex hat als Tele ein besonders ausgeprägtes Bokeh. Das 2,8/50mm Tessar entsprach dem Voigtländer Color Skopar. Zumal ich nur noch das lichtstärkere Ultron in der 50er-Klasse verwende, wurde das Tessar inzwischen wieder verkauft.

Das Zoomar

war ursprünglich für die Zentralverschluss-Kameras Bessamatic und Ultramatic mit dkl-Bajonett konzipiert. Konstruktionsbedingt wurde dort die Blende an der Kamera eingestellt. Daher besaß das Objektiv keinen eigenen Blendenring und war nur relativ umständlich über einen Deckel-Adapter mit Blendenfunktion an den e-mount der Sony NEX zu bringen. Für die 35mm-Spiegelreflex-Kameras gab es in kleiner Stückzahl eine Version mit M42-Schraubanschluss und Blendenring. Daher habe ich das Voigtländer-Zoom mit der riesigen Frontlinse ebenfalls adaptiert und werde es in einer der nächsten Ausgaben im Portrait vorstellen.

Fortsetzung folgt…

2 Kommentare

  1. Ich beneide Sie um die OBJEKTVE – ein paar hab ich auch und schätze sie – um die iCAREX nicht. Da sind mir die Voigts u Contaflexen wesentlich lieber. Gerade die Ultramatic ist ein Handschmeichler…

  2. Das Adaptieren der Glaeser mit dkl-Bajonett der Bessamatic und Ultramatic ist etwas hakelig. Daher habe ich diese wieder verkauft und die Icarex- Objektive mit M42 behalten.Allein das Septon gibt es nur mit dem proprietären Anschluss…

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